Prozessoptimierung für mittelständische Unternehmen

Engineeringstunden

Kostenfalle oder Effizienzhebel?

Engineeringstunden gehören zu den größten Kostenanteilen in Projekten des Maschinen- und Anlagenbaus. Gleichzeitig werden sie selten konsequent gesteuert. Das führt schnell zu Budgetüberschreitungen, mit direkten Auswirkungen auf Marge und Wettbewerbsfähigkeit. Doch es gibt klare Hebel, um die Kosten in den Griff zu bekommen und die Effizienz deutlich zu steigern. 

Warum Engineeringkosten so relevant sind

Rund 10 % der Gesamtkosten in Maschinenbauprojekten entfallen typischerweise auf Engineering-Leistungen, von Mechanik über Elektrik und Pneumatik bis hin zu Software. Wer es schafft, hier Transparenz und Steuerung zu etablieren, kann Produkte günstiger anbieten oder Margen verbessern. In Projekten zeigt sich jedoch immer wieder: Drei Faktoren entscheiden darüber, ob Budgets eingehalten werden oder aus dem Ruder laufen. 

1. Informationsflüsse: Klarheit von Anfang an

  • Budgettransparenz: Konstrukteure müssen ihr Zeitbudget kennen. Wer nicht weiß, ob er 60 oder 80 Stunden zur Verfügung hat, kann auch nicht darauf hinarbeiten. 
  • Saubere Spezifikationen: Nur mit klaren Anforderungen aus Vertrieb und Projektmanagement können Ingenieure effizient arbeiten. Unklare Übergaben führen zwangsläufig zu Mehraufwand. 

2. Führung & Mindset: Akzeptanz für Budgets schaffen

  • Budgetakzeptanz: Es muss im Unternehmen klar sein, dass Budgets verbindlich sind, nicht nur grobe Orientierungswerte. 
  • Dienstleistungsverständnis: Ingenieure neigen dazu, alle verfügbaren Stunden auszuschöpfen. Doch Ziel ist nicht, 80 veranschlagte Stunden auszureizen, sondern die Aufgabe mit möglichst wenig Aufwand bei voller Qualität zu erfüllen. Im Maschinenbau gilt in der Regel: Werksvertrag, nicht „Time & Material“. 

3. Organisation: Strukturen statt Zufallsprozesse

  • Kommunikationswege: Kundenkommunikation gehört in die Hände von Projektleitung oder Vertrieb, nicht in die direkte Verantwortung der Konstruktion. Direkte Abstimmungen zwischen Konstrukteur und Kunde führen häufig zu endlosen Änderungsrunden. 
  • Zeitmanagement: Aufgaben dauern oft so lange, wie Zeit zur Verfügung steht. Kürzere Timelines mit klaren Meilensteinen steigern nachweislich die Effizienz. Ein Effekt, den man sich zunutze machen sollte. 
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Voraussetzung: Transparente Budgets & Tracking

Damit Engineeringstunden überhaupt steuerbar sind, braucht es zwei Grundlagen: 

Realistische Budgets: basierend auf der vertrieblichen Vorkalkulation mit konkreten Stunden und Stundensätzen. 

Konsequentes Tracking: Tagesgenaue Zeiterfassung auf Projektebene, idealerweise systematisch integriert, nicht als Excel-Nachtrag am Monatsende. 

Ergebnis: 10–20 % weniger Engineeringstunden

Unternehmen, die diese Hebel konsequent umsetzen, reduzieren ihre Engineeringstunden erfahrungsgemäß um 10–20 %, oft schon innerhalb kurzer Zeit. In Summe ergibt das schnell 1–3 % Einsparung der Gesamtkosten. Ein erheblicher Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit, ohne dass Qualität oder Termine leiden. 

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